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Konzernumbau der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zeigt deutlich positive Effekte, 04/10
Verbesserung der Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit Konzernumbau der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG zeigt deutlich positive Effekte
- Absatz- und Umsatzrückgang durch Auflösung des Standorts Beinstein und rückläufigen Gesamtmarkt
- Veräußerung des Standorts Bad Imnau zum 31.12.2009
- Erneut positiver Ergebnisbeitrag durch Beteiligungen
- EBITDA in der AG verbessert sich auf 4,9 Mio. € (2008: -5,9 Mio. €)
- Jahresergebnis trotz Wirtschaftskrise verbessert
- Dividende je Vorzugsaktie für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 von
jeweils 0,11 € pro Aktie
- Weiterhin hohe Eigenkapitalquote in der AG von 37,5 Prozent
Stuttgart, 29. April 2010 - Das Geschäftsjahr 2009 der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG war geprägt von der rezessiven Wirtschaftslage in Deutschland und einem daraus resultierenden rückläufigen Getränkemarkt. Die deutschen Brunnenbetriebe verzeichneten einen Einbruch des Absatzes der Mineral- und Heilwasser sowie der Süßgetränke um 2,4 % (2008: +2,2 %). Durch diesen allgemeinen Absatzrückgang nahm der Preisdruck innerhalb der Branche weiter zu und belastete die Margen sehr. Um diesem schwierigen Marktumfeld gestärkt zu begegnen, setzte die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG die Neuausrichtung ihres Unternehmens mit Nachdruck fort. Nach der Schließung der Produktion am Standort Beinstein in 2008 wurde zum Jahresende 2009 der Verkauf des Standortes Bad Imnau vollzogen. Zusätzlich wurden die Vertriebsstrukturen vereinfacht und die gesellschaftsrechtliche Struktur des Fruchtsaftbereichs optimiert sowie zum Teil umbenannt. Der Vertrieb der Gastronomiemarke Niehoffs Vaihinger wurde aus der Tucano Gruppe herausgelöst und separat unterhalb der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH aufgestellt.
Die Absatzentwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG stand im gesamten Geschäftsjahr 2009 unter dem Einfluss der schwierigen Marktbedingungen. Nahezu alle Produkte verzeichneten im Jahresverlauf einen Absatzrückgang. In den Bereichen Mineralwässer und Süßgetränke reduzierte sich, inklusive Wegfall von Beinstein, der Absatz um 8,5 % und im Fruchtsaftbereich um 10,9 %. Daraus ergab sich ein Umsatzrückgang in der AG auf 98,8 Mio. Euro (2008: 110,3 Mio. Euro) und im Konzern auf 168,8 Mio. Euro (2008: 192,8 Mio. Euro).
Deutliche Kostenreduktion über alle Bereiche
Auf der Kostenseite gingen die Materialkosten aufgrund des Wegfalls des Standorts Beinstein sowie des Absatzrückgangs erheblich zurück. Durch gesunkene Energiepreise und Einkaufsverhandlungen bei Materialien und Rohstoffen konnten die Kosten weiter reduziert werden. Dadurch sank der Materialaufwand in der AG um 16,3 % und im Konzern um 19,7 %.
Im Bereich Personal führten die Restrukturierungsmaßnahmen aus 2008 und 2009 zu einer anhaltenden Verbesserung des operativen Ergebnisses. Trotz der tariflichen Anpassungen im Juni 2009 konnten die Personalkosten im vergangenen Geschäftsjahr um 6,0 % und im Konzern um 4,9 % reduziert werden.
Auch der Aufwand für Abschreibungen verringerte sich im Berichtszeitraum deutlich. Die planmäßigen Abschreibungen blieben konstant, die außerplanmäßigen Abschreibungen reduzierten sich. Zusätzlich konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in 2009 in der AG mit -16 % erheblich reduziert werden.
Diese verbesserte Kostenbasis beeinflusste das operative Ergebnis positiv. So stieg in 2009 das EBITDA im Konzern von 6,0 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro an und wies eine Rendite von 6,28 % (2008: 3,11 %) aus. Die AG realisierte ein EBITDA von 4,9 Mio. Euro (2008: -5,9 Mio. Euro) und steigerte ihre Rendite auf 5,01 % (2008: -5,31 %).
Ergebnisentwicklung der Tochtergesellschaften weiter positiv
Auch in 2009 trug die Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH wieder zu einem positiven Ergebnis an der Muttergesellschaft bei. Die Absatz- und Umsatzentwicklung hielt sich trotz rückläufiger Heilwassernachfrage weiterhin stabil. Das Medium- Mineralwasser gewann Marktanteile und konnte den Rückgang im Heilwassermarkt weitgehend ausgleichen. Auch der Fruchtsaftbereich lieferte, bereinigt um die ausgegliederten Vertriebsgesellschaften, einen verbesserten, positiven Ergebnisbeitrag.
Jahresergebnis trotz Wirtschaftskrise deutlich verbessert
Die AG schloss gemäß HGB mit einem Jahresergebnis von -2,37 Mio. Euro (2008: -19,96 Mio. Euro) ab. Im Konzern wirkte sich die Zinsbelastung aus der Übernahme der Tucano Holding GmbH nochmals auf das Finanzergebnis aus. Der Konzern wies gemäß IFRS ein Jahresergebnis von -9,3 Mio. Euro (2008: -18,6 Mio. Euro) aus.
Auch in diesem Jahr wird laut Prognose der Hauptversammlung vom Juni 2009 die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG aufgrund des negativen Jahresergebnisses keine Dividende auf die Stammaktien ausschütten. Allerdings schlägt der Vorstand der Hauptversammlung am 28. Juli 2010 vor, jeweils eine Dividende in Höhe von 0,11 Euro je Vorzugsaktie für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 zu zahlen.
Positive Finanzlage und Kapitalausstattung
Aufgrund größerer Investitionen in Anlagen und Akquisitionen während der vergangenen Jahre bestand im Geschäftsjahr 2009 eine geringe Notwendigkeit für Investitionen. Hier lag der Investitionsschwerpunkt der AG mit 2,5 Mio. Euro in verschiedene Sachinvestitionen und 1,1 Mio. Euro in Emballagen. Auch in den Tochtergesellschaften wurden vor allem Investitionen in Emballagen in Höhe von 1,6 Mio. Euro getätigt.
Zusätzlich unterstreichen sowohl die hohe Eigenkapitalquote von 37,5 % in der AG und von 27,2 % im Konzern die gute finanzielle Substanz des Unternehmens.
Die laufende Umgestaltung hat zum Ziel, die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und den Erfolg des Unternehmens für die Zukunft zu sichern. Laut Beschluss des Aufsichtsrats und Vorstands vom 14. April 2010 ist eine Änderung in der Unternehmensstruktur vorgesehen. Zukünftig sollen die Niederlassungen als eigenständige GmbHs mit weitgehender Selbstverantwortung geführt werden. Das bedeutet Vertrieb, Marketing und Verwaltung werden in die Standorte eigenverantwortlich integriert, so dass der Markterfolg der jeweiligen Marken und die Kostenzuordnung unmittelbar zuzurechnen sein werden. Mit dieser Struktur wird das Unternehmen im Markt schneller und flexibler agieren können. Insgesamt werden damit die Effizienz und die Ertragspotenziale gesteigert. Das neue Unternehmensmodell bedarf jedoch noch der Zustimmung der Hauptversammlung.
Im Hinblick auf das derzeitige wirtschaftliche Umfeld gilt es, in 2010 in erster Linie Marktanteile zu halten, um zum Zeitpunkt einer konjunkturellen Erholung eine gute Ausgangsposition einzunehmen. Für das Segment „Brunnenbetriebe“ (Mineralwasser und Süßgetränke) wird in 2010 aufgrund der Preisentwicklung im Gesamtmarkt von einem leichten Umsatzrückgang ausgegangen. Eine Erholung ist auch nach Einschätzung von neutralen Marktanalysen frühestens Mitte 2011 zu erwarten. Für das Segment „Saftbetriebe“ (Fruchtsäfte und Fruchtnektar) besteht eine ähnliche Erwartung. Das Segment „Hotel- und Kurbetriebe“ stellt lediglich eine Teilaktivität dar, die zur Disposition steht. Hier wird von einer neutralen Umsatzentwicklung ausgegangen. Durch die wirtschaftliche Gesamtsituation wechseln vermehrt Tagungskunden aus Stadthotels zum Angebot in der Region und kompensieren den generellen Rückgang in der Branche.
Für die Ergebnisentwicklung erwartet das Unternehmen eine signifikante Verbesserung hin zu einem nur noch leicht negativen Ergebnis vor Steuern, zu der die nachhaltigen Kostensenkungen erheblich beitragen werden. Das EBIT im Konzern wird voraussichtlich aufgrund der stagnierenden Absatzerwartung und der Sondereinflüsse ebenfalls leicht negativ ausfallen.
Unternehmensentwicklung auf einen Blick
Kennzahlen in Millionen Euro
|
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG
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| |
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
 |
| Umsatz |
116,6 |
118,4 |
110,7 |
110,3 |
98,8 |
 |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt |
737 |
721 |
693 |
680 |
630 |
 |
| Personalaufwand |
33,6 |
31,6 |
31,6 |
32,2 |
30,3 |
 |
| Investitionen |
7,5 |
4,3 |
21,1 |
16,9 |
5,0 |
Immater. Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
|
|
|
|
|
 |
| EBIT DA |
28,5 |
15,7 |
11,0 |
-5,9 |
4,9 |
| EBIT DA-Rendite in % |
24,4 |
13,3 |
9,9 |
-5,3 |
5,0 |
 |
| Abschreibungen |
23,1 |
14,0 |
12,5 |
16,2 |
11,4 |
 |
| EBIT |
5,4 |
1,7 |
-1,6 |
-22,0 |
-6,5 |
| EBIT-Rendite in % |
4,6 |
1,4 |
-1,4 |
-20,0 |
-6,6 |
 |
| Jahresergebnis |
0,4 |
7,4 |
3,6 |
-20,0 |
-2,4 |
 |
| Cashflow |
16,8 |
19,7 |
14,1 |
-5,4 |
7,2 |
 |
 |
 |
|
Konzern
|
 |
| |
2005 |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
 |
| Umsatz |
141,3 |
132,6 |
117,8 |
192,8 |
168,8 |
 |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt |
850 |
832 |
769 |
939 |
832 |
 |
| Personalaufwand |
37,8 |
38,3 |
35,2 |
50,1 |
47,7 |
 |
| Investitionen |
9,8 |
5,5 |
22,1 |
15,7 |
5,9 |
Immater. Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
|
|
|
|
|
 |
| EBIT DA |
27,0 |
24,9 |
13,9 |
6,0 |
10,6 |
| EBIT DA-Rendite in % |
19,1 |
18,8 |
11,8 |
3,1 |
6,3 |
 |
| Abschreibungen |
19,4 |
17,6 |
18,2 |
26,0 |
23,8 |
 |
| EBIT |
7,6 |
7,3 |
-4,3 |
-20,0 |
-6,4 |
| EBIT-Rendite in % |
5,4 |
5,5 |
-3,6 |
-10,4 |
-3,8 |
 |
| Jahresergebnis |
4,6 |
13,2 |
-2,1 |
-18,6 |
-9,3 |
 |
| Cashflow |
25,5 |
26,9 |
16,8 |
9,2 |
10,2 |
 |
| Ergebnis je Stammaktie |
0,50 |
1,48 |
-0,28 |
-2,20 |
-1,12 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie |
0,61 |
1,56 |
-0,17 |
-2,09 |
-1,01 |
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Kontakt
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Heinz Breuer Sprecher des Vorstands Tel. +49 (0)7331 201-100 E-Mail: heinz.breuer@minag.de
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