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Ergebnisentwicklung liegt voll im Plan, 08/03
Restrukturierung zeigt deutlich positive Effekte
Stuttgart, 27. August 2003 - Mit einer konsequenten Kostendisziplin und einer flexiblen Marktausrichtung ist es der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG gelungen, die negative Entwicklung des Vorjahres umzukehren und erste Reorganisationserfolge zu verzeichnen. Bereits in den ersten sechs Monaten des Wirtschaftsjahres entwickelte sich der Absatztrend wieder positiv und die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2003 konnten stabilisiert werden. Das Unternehmen erreichte mit 74,6 Millionen Euro exakt den Wert des Vorjahreszeitraums. Für den Konzern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab, wenngleich die Effekte aus dem etwas nachlassenden Heilwassermarkt den Umsatz geringfügig um 0,9 Prozent auf 84,6 Millionen Euro reduzierten.
Bei Mineralwasser verzeichnet die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG einen Mengenzuwachs um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraums. Dafür verantwortlich sind die gestrafften Vertriebsaktivitäten und die Konzentration auf den Wassermarkt. Aufgrund des planmäßigen Rückzugs aus unprofitablen Bereichen gingen die Mengen bei Süßgetränken um 4,8 Prozent zurück. Positiv beeinflussten die Gebindearten - und damit das PET-Cycle-System als Insellösung - den Mengenzuwachs. Durch die Irritationen bei der Pflichtpfandeinführung stieg die Nachfrage des Handels nach Gebindeformen auf PET-Cycle-Basis deutlich. Das Unternehmen konnte sich im Einwegbereich als Problemlöser für den Handel positionieren und wird auch weiterhin von dieser Entwicklung profitieren. Der PET-Anteil an abgesetzten Mengen (in Litern) steigerte sich zum Vorjahreshalbjahr um 40 Prozent und ist weiter ansteigend.
Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG hat im ersten Halbjahr 2003 die wesentlichen Eckpunkte der Reorganisation umgesetzt und die Neuorientierung eingeleitet. „Wenngleich sich die negativen Einflüsse des Vorjahres noch auf die Ergebnisse des laufenden Jahres auswirken, so befinden sich die Unternehmenszahlen voll im Plan“, kommentierte der Vorstand der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG Heinz Breuer die Vorlage der Halbjahrszahlen. „Die strukturellen Maßnahmen wie die Einführung der Profitcenter-Organisation und deren positive Effekte auf Personal- und Vertriebskosten tragen zu einer weiteren stabilen und schrittweise besseren Umsatzentwicklung bei“, so Breuer. Der heiße Sommer wird die Absatz- und Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr zusätzlich positiv beeinflussen.
Konsequentes Kostenmanagement mit ersten wirtschaftlichen Effekten
Die strukturellen Maßnahmen im Hinblick auf die Einführung der Profitcenter-Organisation beinhalteten sowohl eine Anpassung der Personalkostenstruktur als auch eine Verringerung der Belegschaft. Durch den Wegfall der Überstundengelder auf Basis neuer Arbeitszeitmodelle und erste Reduzierungen des Personals konnten bereits im ersten Halbjahr wesentliche Einsparungen realisiert werden. Die Verringerung des Personals erfolgt u. a. durch natürliche Fluktuation, Beendigung von befristeten Arbeitsverhältnissen, durch Aufhebungsverträge und dem weiteren Abschluss von Altersteilzeitverträgen. Insgesamt wird dies im Laufe des Gesamtjahres rund 150 Stellen umfassen. Im Durchschnitt sank der Personalstand in der Mineralbrunnen AG gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 847 Mitarbeiter und im Konzern um 6,5 % auf 976 Mitarbeiter. Die ergebniswirksamen Effekte im Berichtszeitraum betrugen in der Mineralbrunnen AG rund 4 % und im Konzern 2,6 %. Weitere Maßnahmen wie der Verzicht auf übertarifliche Leistungen in der bisherigen Form und ein neues Entlohnungssystem befinden sich derzeit im Prozess. Durch die verzögerte Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen werden erst in den Folgeperioden die Einsparungseffekte deutlich sichtbar werden. Bis zum Jahresende wird ein Rückgang der Personalkosten um 6,7 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet.
Neben der Senkung der Personalkosten wurden deutliche Korrekturen bei den Marketing- und vor allem bei den Vertriebsaufwendungen vorgenommen. Die in den vergangenen Jahren erheblich angestiegenen Vertriebskosten wurden im ersten Halbjahr 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28 % gesenkt. Bei den Marketingkosten betrug der Rückgang 12,1 %.
Dem stehen erhöhte Materialaufwendungen aus dem gestiegenen Anteil der PET-Gebinde gegenüber. Investitionen in die Gebindeumstellungen - insbesondere für das PET-Cycle-System - und die Neupositionierungen von Einzelmarken betrugen im ersten Halbjahr 3,7 Millionen Euro. Hinzu kommen Aufwendungen in die Maschinentechnik für die Gebindeumstellungen im Tochterunternehmen Fachingen von 1,4 Millionen Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen im Konzern für das erste Halbjahr auf rund 5,1 Millionen Euro. Dadurch ist der Rohertrag im ersten Halbjahr um 6,5 Prozent gesunken.
Die Abschreibungen sind insgesamt durch die im Vorjahr unterjährig in Betrieb genommenen PET-Anlagen in Güstrow und Kisslegg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen. Während die Abschreibungen auf Glasflaschen zurückgegangen sind, bedingten die vorgenommenen Investitionen in PET einen Anstieg der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von ca. 17 %.
Das Halbjahresergebnis 2003 und der Jahresausblick
Die Mineralbrunnen AG weist ein betriebliches Ergebnis (EBIT) von -3,5 Millionen Euro (1. Hj. 2002: -0,6 Millionen Euro) aus. Bedingt durch die Strukturmaßnahmen und Sonderbelastungen aus der Pfandumstellung beläuft sich das Halbjahresergebnis vor Steuern auf -4,5 Millionen Euro (1. Hj. 2002: -0,4 Millionen Euro). Im Konzernabschluss wirkt dieser Effekt ebenfalls. Mit einem EBIT von -3,6 Millionen Euro (Vorjahr: -1,0 Millionen Euro) und einem Halbjahresergebnis vor Steuern von -4,5 Millionen Euro (Vorjahr: -0,4 Millionen Euro) liegen die Werte innerhalb der Planungen und unterstreichen den positiven Verlauf der Reorganisation. Das Beteiligungsergebnis ist temporär durch die laufende Gebindeumstellung in Fachingen und der 2002 erfolgten PET-Investition in Güstrow um rund 600.000 Euro zurückgegangen. Das Finanzergebnis ist mit -291.000 Euro leicht negativ, bewegt sich aber im geplanten Rahmen.
Für das Gesamtjahr befindet sich die laufende Restrukturierung voll im Plan und wird auch im zweiten Halbjahr fortgeführt. Das Unternehmen wird deutlich effizienter werden, flexibler agieren und schneller auf Markterfordernisse reagieren. In der Leistungserstellung steht weiterhin die Kostensenkung im Vordergrund. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der strategischen Konzentration auf das Kernabsatzgebiet in Süddeutschland, dem Fokus auf das Wassergeschäft und auf neue Produkte. Die Absatz- und Umsatzentwicklung im zweiten Halbjahr erhält weiterhin positive Unterstützung durch die saisonalen Effekte aus der anhaltend guten Witterung. Aufbauend auf einer effizienten technischen Ausstattung sowohl für PET- als auch für Glasgebinde und den starken Marken der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG gilt es, dieses Momentum in die Folgeperioden mitzunehmen. Dabei kommt - aufgrund der Komplexität des Zwangspfandes im Handel - dem PET-Cycle-System eine besondere Bedeutung zu.
Diese Aktivitäten werden das Unternehmen in die Lage versetzen, die Umsatzentwicklung weiter zu stabilisieren und sukzessive zu verbessern. Für 2003 wird in der Mineralbrunnen AG ein Umsatz von rund 145 Mio. Euro und im Konzern von ca. 165 Mio. Euro erwartet. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung der Belastungen aus der Restrukturierung sowie der Einmaleffekte durch die Risiken der Pfandumstellung von PET-Cycle wird in diesem Jahr eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses erwartet. Nach der derzeitigen Hochrechnung wird das Jahresergebnis für 2003 sich auf ca. -10 Mio. Euro (2002: -34,8 Mio. Euro) belaufen. Die anhaltend gute Witterung und die damit vor allem im Juli und August gestiegene Absatz eröffnen allerdings die Möglichkeit einer weiteren Verbesserung. Zusammen mit den aktuellen Kostensenkungsmaßnahmen, die zum Teil erst in kommenden Jahr voll wirksam werden, bestehen gute Chancen, dass der Break-Even bereits im Laufe des Jahres 2004 erreicht wird.
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Mineralbrunnen Überkingen Teinach AG Dr. Birgit Eschenbruch
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ECC Kohtes Klewes GmbH Alfred Jansen
e-mail: alfred.jansen@ecc-group.com
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Kennzahlen des 1. Halbjahres 2003
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Beschäftigte (durchschn. Anzahl)
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Personalaufwand (Löhne und Gehälter, soziale Abgaben sowie Altersversorgung)
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Betriebliches Ergebnis (EBIT)
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